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Hügelbeet anlegen – eine Alternative zum Hochbeet

Der Verrottungsvorgang im Inneren eines Hügelbeetes erwärmt die Erde, was dem Wachstum der Pflanzen sehr zugute kommt. Dadurch ist ein zeitiger Anbaubeginn möglich, was auch zu früheren Ernteerfolgen führt. Das ist ein großer Vorteil dieser Beet-Form, den sie übrigens mit dem Hochbeet gemeinsam hat. Da mehr Material zum Bau benötigt wird, sind Hochbeete jedoch um Einiges teurer.

Vorteile der Hügelbeet-Kultur

Die Baumaterialien für ein Hügelbeet gibt es zum größten Teil kostenlos im Garten. Besonders im Herbst fällt oft viel Schnittgut bzw. Laub an, das sich hervorragend in den schichtweisen Aufbau des Beetes integrieren lässt. Ein weiterer Pluspunkt, der vor allem in kleinen Gärten von Bedeutung sein dürfte, ist die verhältnismäßig große Anbaufläche, die durch die Hügelform bedingt ist.

Probleme und deren Vermeidung

Eine schnellere Austrocknung von Hügelbeeten gegenüber Flachbeeten lässt sich nicht ganz vermeiden. Eine Mulch-Schicht wirkt der allzu starken Verdunstung entgegen. Zum Problem werden eventuell Wühlmäuse. Zumindest von unten kann ihnen durch den Einbau von Maschendraht Einhalt geboten werden. Im Boden eines Hügelbeetes sammeln sich in der ersten Zeit große Stickstoff-Mengen an, was bei einigen Pflanzen (z. B. Blattgemüse wie Spinat und Salat) eine vermehrte Nitrat-Anreicherung zur Folge hat. Aus gesundheitlicher Sicht sollte in den ersten Jahren der Hügelbeet-Kultur auf den Anbau solcher Gewächse verzichtet werden.

Dieses Video (User Pfauenhof, youtube.com) zeigt, wie ein Hügelbeet entsteht:

 

Der Aufbau eines Hügelbeetes

Die Längsachse des Beetes sollte sich nach Möglichkeit in Nord-Süd-Ausrichtung befinden, um eine optimale Besonnung zu erzielen. Zunächst wird eine Grube ausgehoben, die ungefähr einen Spatenstich tief ist und die gewünschten Abmessungen des Beetes hat. Bei Bedarf kann jetzt der Wühlmausschutz eingebracht werden. Die unterste Beet-Schicht bildet den Kern, der für die Belüftung wichtig ist. Er wird in die Mitte der Grube eingebracht und besteht aus groben Materialien wie Reisig, Gehölzschnitt und dickeren Pflanzenstängeln.

Als Nächstes folgen der Reihe nach Lagen aus Rasensoden (mit den Wurzeln nach oben) oder strohigem Mist (Dicke ca. 10 cm), feuchtem Laub (Dicke ca. 30 cm) und Rohkompost (Dicke ca. 15 cm). Zum Abschluss wird der mit Komposterde gemischte Gruben-Aushub in einer Schichtdicke von mindestens 15 cm wieder aufgebracht. Eine Regen- und Gießmulde auf der Kuppe des Hügels ist sinnvoll, damit kein Wasser ungenutzt an den Böschungen herabrinnt.

Das fertige Beet sollte ungefähr 1,00 m hoch sein. Eine Breite bis ca. 1,50 m ist günstig, während die Länge unter anderem vom vorhandenen Platz bestimmt wird. Ein Hügelbeet kann etwa sechs Jahre effektiv genutzt werden. Es ist aber in jedem Jahr etwas Kompost neu aufzubringen.

Quelle: www.gartendialog.de/gartenprojekte/hochbeet/hochbeet-anlegen.html